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David Hockney

David Hockney

Bradford 1937


Der britische Künstler David Hockney wird am 9.7.1937 in Bradford, Yorkshire geboren. 1953-57 besucht er dort das College of Art. Ab 1959 studiert er am Royal College of Art in London, wo er 1962 seinen Abschluss mit Auszeichnung macht.
David Hockneys frühe Arbeiten orientieren sich unverhohlen an aktuellen künstlerischen Ausdrucksformen wie dem Abstrakten Expressionismus, der Malerei von Jean Dubuffet und der Art Brut. Bald jedoch gehört er zu den Vertretern der Pop-Art, kümmert sich aber wenig um Stilzugehörigkeiten oder Schulen.
1963 lernt David Hockney in Los Angeles Henry Geldzahler, den Kustos für Kunst des 20. Jahrhunderts am Metropolitan Museum New York kennen. Durch ihn, mit dem er lange Zeit befreundet ist, erhält er wichtige Anregungen und Geldzahler wird auch einer seiner wichtigsten Förderer.
Anfang der 1960er Jahre zieht Hockney nach Kalifornien. Zwischen 1968 und 1975 hält er sich für längere Zeit in London und Paris auf.
David Hockney erhält mehrere Lehraufträge, so unterrichtet er 1963-64 in Iowa City, 1955-66 in Boulder, Colorado sowie 1966-67 in Los Angeles und in Berkeley.
Kennzeichnend für die Kunst von David Hockney sind die klaren Farben und Formen seiner Bilder, die meist autobiografische Erlebnisse in sachlicher, quasi unbeteiligter Organisation darstellen. Vorlagen werden schnell mit der Polaroidkamera oder in einer raschen Zeichnung festgehalten und später in leuchtende, glatte Malerei umgesetzt. Ab 1964 verwendet David Hockney dafür Acrylfarben. Ab 1963 entstehen so die "Shower-Pictures". Den Schnappschüssen unter der Dusche folgen die "Swimmingpool-Bilder", ruhige, fast statisch wirkende Momentaufnahmen, auf denen nur das ornamentierte Wasser Bewegung zeigt. Am Rand, in hedonistischer Atmosphäre, sind Freunde, Sammler, Förderer zu erkennen. Diese porträtiert Hockney auch in weitläufigen Wohnanlagen oder spärlich möblierten Zimmern.
Ab Mitte der 1970er Jahre arbeitet David Hockney immer öfter auch als Bühnenbildner. 1975 entwirft er das Bühnenbild für "The Rake’s Progress" von Igor Strawinsky für die Glyndebourne Opera, 1978 entsteht für dasselbe Haus die Ausstattung für die "Zauberflöte". 1981 arbeitet Hockney für die Metropolitan Opera New York, 1983 für das Eye and Ear Theatre New York. 1987 erarbeitet er das Bühnenbild für die "Tristan"-Inszenierung der Los Angeles Music Center Opera, 1992 das für "Die Frau ohne Schatten" von Richard Strauss am Royal Opera House in London. In den letzten Arbeiten ist Hockneys Hang zum synästhetischen Gesamtkunstwerk unverkennbar.
Ab Ende der 1970er Jahre arbeitet Hockney an Fotocollagen, die aus unzähligen Polaroid-Aufnahmen zusammengesetzt werden. Jedes einzelne Foto stellt dabei eine Facette des Gesamten dar, sodass die fertige Collage wie ein zersplittertes Spiegelbild wirkt. Diese Arbeiten zeigen wiederum Hockneys späte Auseinandersetzung mit dem Werk Picassos und dem Kubismus. Ab Ende der 1980er Jahre beschäftigt sich der Künstler auch mit den neuen Medien und schafft Vierfarb-Copy-Drucke sowie abstrakte Computergrafiken.
David Hockney lebt und arbeitet in London und Los Angeles.

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